Zeitungsschnipsel aus dem Jahre 1925

Der ,Münsterscher Anzeiger' war vierblättrig, ab und zu gab es Sonderseiten. Die Zeitung kostete 15 Goldpfennig, die Hyperinflation der vergangenen Jahre klang ab.

Bei den Völkerschauen ging es um die Zurschaustellung von  Menschen aus fernen Ländern. Einer der erfolgreichsten Schausteller war Carl Hagenbeck.

Die Schienen der Straßenbahnen waren für Motorräder mit ihren schmalen Reifen höchst gefährlich. Geschehen am Drubbel: Ein Unfall, ein verletzter Motorradfahrer und ein rüder Polizist, dessen grobes Verhalten zu dieser Meldung führte.

Rauchen, ein harmloser Genuss! Damit begibt sich ein Reichstagsabgeordneter auf Stimmenfang. Man wusste offensichtlich damals noch nichts von der Gefährlichkeit des Rauchens. So wurde in dieser Zeit beispielsweise auch das Biertrinken ärztlich empfohlen.


Im Roland-Theater liefen Stummfilme
Im Roland-Theater liefen Stummfilme

Der Lokalteil der Zeitung nahm nur einen geringen Raum ein. Themen waren ein Sterbefall, der vorverlegte Termin einer Theateraufführung, der Lohnstreit im Baugewerbe, ungültiges Inflations-Papiergeld, ein Austounfall und ein Forstfrevel. Dann gab es weitere Meldung aus der Provinz Westfalen.


Kleinanzeigen

Die Anzeigen spiegeln das Alltägliche jener Zeit wider. Bei dem Mietgesuch eines möblierten Zimmers wird Wert auf elektrisches Licht gelegt, oder der gesuchten Friseuse wird eine gute Behandlung und Familienanschluss zugesichert.


Sonderangebote mit gehörigem Rabatt gab es auch schon vor 100 Jahren. Die Produkte zur Lebensführung unterscheiden sich kaum zu denen unserer Zeit. Die Begrifflichkeit hat sich lediglich hie und da etwas verändert.


Quellen

Text und Idee: Henning Stoffers

Münsterischer Anzeiger und Münsterische Volkszeitung