Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt immer wieder Ungeklärtes und Rätselhaftes. Oft sind es Dinge aus unserem täglichen Leben, die so selbstvertständlich sind, dass darüber gar nicht weiter nachgedacht wird.

 

Wir alle kennen das Anna-Krückmann-Haus. Über Anna Krückmann ist uns aber nur wenig bekannt. Oder warum heißt die heutige Goldstraße nicht mehr Alte Mühlenstiege?

 

Vielleicht können Sie dabei helfen, das eine oder andere Rätsel zu lösen. Und wenn's dann gelungen sein sollte, haben wir wieder ein kleines Stück unserer Geschichte vor dem Vergessen bewahrt.


Ungeklärtes

Wo befand sich die Kochschule?

In Münster gab es um 1900 eine private Kochschule.

 

Vielleicht in der Blumenstraße?

In welcher Straße stand dieses Haus?



Geklärtes

Oktober 1946: Waren es britische Soldaten?


Aufräumaktion auf dem Prinzipalmarkt. Die Schirmmützen sind nicht erklärlich. Waren das britische Soldaten?

Geklärt

Der Fotograf Carl Pohlschmidt hat Aufzeichnungen hinterlassen, die in der Universitäts- und Landesbibliothek archiviert sind. Danach sind es deutsche Polizisten, die eine unformähnliche Bekleidung - offensichtlich aus britischen Beständen - tragen.

Goldstraße

Franziskanerkloster an der Goldstraße-Hörsterstraße
Franziskanerkloster an der Goldstraße-Hörsterstraße

Nicht immer lässt sich die geschichtliche Herkunft einer Straßenbezeichnung klären.

 

Eines der letzten Geheimnisse dieser Art verbirgt sich hinter der Namensgebung der  'Goldstraße'. Ein Stadtplan von 1839 verzeichnet an dieser Stelle die 'Kleine Mühlenstiege'.

 

Folgende Information erreichte mich:

Als die Bebauung der ,Alten Mühlenstiege' anstand, sei es zum Namen ,Goldstraße’ gekommen, weil die Grundstücke so teuer gewesen waren. Analog dazu ist auch der Name der ,Goldenen Brücke’ entstanden. Sie war so teuer geworden, dass die Brücke aus Gold hätte gebaut werden können.


Anna Krückmann

Katholikentag 1930: Anna Krückmann?
Katholikentag 1930: Anna Krückmann?

Anna Krückmann (1868-1955) in der Frauenbewegung politisch aktiv. 1924 bis 1930 Stadtverordnete in Münster. Namensgeberin der Familienbildungsstätte.

 

Informationen finden Sie hier.



Der Wetterstein am Dom

Kürzlich wurde mir von einem Wetterstein erzählt, der sich an der Marktseite des Domes befände, und zwar in der Nähe des zugemauerten Portals auf der Höhe der von-Galenschen-Kapellen. Der Wetterstein sei früher als 'Wetterstation' benutzt worden: Fühlte sich der Stein feucht an, konnte man mit nassem Wetter rechnen, und war er trocken, gab es schönes Wetter.

 

Ich war neugierig geworden und habe eine 'Ortsbesichtigung'  vorgenommen. Hier ist das Ergebnis:

Der Wetterstein befindet sich auf Kniehöhe, gegenüber dem Portal, und hebt sich farblich von den anderen Steinen ab.


Die Pluggendorfer Mühle am Aasee

Mühle in Ascheberg 1932 - baufälliger, desolater Zustand
Mühle in Ascheberg 1932 - baufälliger, desolater Zustand

Diese Mühle stand ursprünglich in Pluggendorf und kam 1853 nach Ascheberg. Sie kehrte 1937 nach Münster zurück, wurde restauriert und am neuen Aasee in der Nähe der Gaststätte Himmelreich aufgestellt. Nur einige Jahre später wurden sie durch Bomben zerstört.

Mühle am Aasee - Foto Pohlschmidt (Ausschnitt)
Mühle am Aasee - Foto Pohlschmidt (Ausschnitt)